Pay per click: Für Online Ads nur zahlen, wenn der Kunde klickt
1. Was heißt Pay-per-click?
Pay-per-click – kurz auch PPC genannt – bedeutet, dass du für deine Werbeanzeige nur bezahlst, wenn der Kunde auf einen darin enthaltenen Link klickt. Das heißt, deine Anzeige wird laufend ausgespielt und es spielt keine Rolle, wie vielen Personen deine Werbung angezeigt wird.
Nur wenn deine Anzeige zu einem Besuch deiner Website führt, entstehen Kosten. Wie lange der Kunde dann bleibt, hängt wiederum von der Qualität und Relevanz deiner Landingpage ab.
Die Höhe der Kosten eines Klicks hängen von zwei Punkten ab: 1. Dem maximalen Klickpreis, den du der Werbeplattform vorgibst. 2. Dem Maximum, das deine Mitbewerber zu zahlen bereit sind. Meistens wird zusätzlich ein maximales Tages- oder Kampagnen-Budget festgelegt. Erst wenn dieses erreicht wird, wird deine Werbeanzeige nicht mehr ausgespielt.

2. Was sind PPC-Kampagnen?
Eine PPC-Kampagne ist eine Online-Werbekampagne, die mit dem Pay-per-click System abgerechnet wird.
Die Erstellung einer erfolgreichen PPC-Kampagne erfordert eine gründliche Keyword-Recherche. Viele Impressionen und nur für Klicks bezahlen – das klingt zunächst gut. Wenn deine Anzeige jedoch bei vielen Impressionen nur wenig geklickt wird, bedeutet das, dass deine Anzeige für die entsprechenden Keywords nicht relevant ist. Dann werden deine Anzeigen von den Werbeplattformen (Google, Facebook, etc.) weniger oft ausgespielt. Du sparst dann zwar Geld, verlierst aber Traffic.
3. Welche Ads-Plattformen bieten Pay-per-click an?
Google Ads
Google ist der größte Anbieter für PPC-Kampagnen. Du kannst Google Ads (früher Google AdWords) Kampagnen betreiben, um Werbung auf bestimmte Keywords oder Zielgruppen bei der Google Suche, auf YouTube oder im Display-Netzwerk zu schalten. Mit Google Shopping kannst du gezielt deine Produkte bewerben. Wann deine Anzeigen ausgespielt werden, hängt von deinem max. Gebot, den Mitbewerbergeboten und der Relevanz deiner Werbung für das Keyword ab.
YouTube Ads
Facebook & Instagram
LinkedIn Ads
Bei LinkedIn Ads kann man abhängig vom Kampagnentyp bzw. -ziel aus einer Vielzahl von Bezahlungsmöglichkeiten wählen. Wer z.B. Landingpage-Clicks einkaufen möchte, kann dafür eine PPC-Kampagne auf LinkedIn dafür wählen.
Microsoft (Bing)
4. Das Auktionssystem für Online Ads
Das Auktionssystem von Google funktioniert z.B. so: Wird ein Keyword in die Suche eingegeben, startet jedes Mal eine „Auktion“. Google vergleicht die Werbeanzeigen nach:
- max. Gebot: Der Preis, den du als maximales Budget eingetragen hast.
- Qualität der Werbeanzeige
- Relevanz der Landingpage
- Bisherige Click-through-rate: Die Click-through-rate beschreibt, wie oft deine Anzeige in Relation zu den Impressionen geklickt wird.
5. Durchschnittliche Klickpreise
- Google Ads: 1,5 €
- Facebook Ads: 2 €
- Instagram Ads: 0,8 €
- LinkedIn Ads: 7 €
- YouTube Ads: 0,5 €
6. Klickbetrug (Click Fraud)
Ein Risikofaktor bei PPC-Kampagnen ist Klickbetrug oder Click Fraud. Dabei wird ohne Bedarf oder Kaufabsicht auf deine Anzeige geklickt – manuell oder automatisiert. Click Fraud zeichnet sich durch eine betrügerische Absicht aus und kann zwei Ziele verfolgen:
- Die eigenen Einnahmen bei Werbebannern erhöhen.
- Das Budget der Konkurrenz aufbrauchen, damit deren Anzeigen nicht mehr ausgespielt werden.
Guides für Google Ads und LinkedIn Ads
- Optimale Kampagnen-Einstellungen zum Start
- Tipps für präzises Targeting
- Inkl. Benchmarks für Klickraten
7. Alternative Abrechnungsmethode: Pay-per-view und CPM
Pay-per-view oder Cost-per-Mille bedeutet eine Abrechnung pro tausend Impressionen. Dabei bezahlst du einen festgelegten Betrag, sobald deine Anzeige tausend Usern angezeigt wurde. Bei CPM kommst du fast immer mit einem geringeren Werbebudget aus als bei PPC. CPM wird hauptsächlich für Display-Kampagnen verwendet, die deinen Bekanntheitsgrad steigern.
Der Nachteil im Vergleich zu PPC ist, dass die Unterscheidung zwischen quantitativer und qualitativer Reichweite schwerer ist. Bevor du dich für diese Abrechnungsmethode entscheidest, solltest du dich von einer Agentur oder dem Support der Werbeplattform gut beraten lassen.
Je nach deinen Zielen kann eine Abrechnung per Tausend Views oder pro Klick mehr Sinn machen. Liegt dein Hauptaugenmerk auf Reichweite und Brand Awareness? Dann ist vermutlich CPM eine gute Wahl für dich. Du willst mehr Traffic und Conversions auf deiner Website erzielen? Dann solltest du das PPC-Modell vorziehen.
Egal für welche Option du dich entscheidest – für den langfristigen Erfolg deiner Kampagne ist konstantes Monitoring und Verbesserung deiner Werbeanzeigen das A & O.
Diese Themen könnten dich auch interessieren
Autor
Gründer und Eigentümer, Head of Paid Ads
Thomas ist Gründer und Eigentümer von Webwings. Er optimiert Google Ads und LinkedIn Ads Kampagnen für B2B-Produkte seit 2010. Mehr über Thomas.
- B2B Paid Ads Agentur