Article Spinning

Article Spinning steht für die Überarbeitung eines Textes, ohne dabei seinen Inhalt oder Informationsgehalt zu ändern. Die Absicht dahinter ist meist, den Text an anderer Stelle oder auf einer anderen Website als Content zu verwenden, ohne dass eine Suchmaschine bemerkt, dass der Text eigentlich eine Kopie ist. Wie nachhaltig das aus SEO-Sicht ist und wie sich die Übernahme fremder Inhalte rechtlich verhält, verrät dir dieser Artikel.

1. Was ist Article Spinning?

Mit Article Spinning ist das Umschreiben von Texten gemeint. Beim Spinning, zu Deutsch „drehen“ wird aus bereits vorhandener Textsubstanz ein neuer Text kreiert. Die Absicht dahinter ist es, bestehenden Content wiederzuverwerten, um dadurch Zeit in der Contenterstellung zu sparen.

 

Beim Article Spinning werden Teile des Textes vollständig oder teilweise umgeschrieben. Dabei kann das Texten sowohl durch manuelles Text Spinning als auch automatisiert mithilfe von spezieller Software erfolgen. Beim Formulieren manueller SEO-Texte richtet sich der Verfasser an einem bereits bestehenden Text aus. Diese Art von Artikel Spinning wird im Regelfall dazu verwendet, einen Text unterschiedlichen Zwecken und Zielgruppen bereitzustellen.

 

In der Praxis bedeutet es, Content aus einem Textformat (z. B. einem Blog) in ein anderes Textformat zu transformieren (z. B. Social Post).

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2. Wozu wird Article Spinning gemacht?

Um in den Suchmaschinen gute Rankings zu erhalten, steht die Erstellung hochwertiger Inhalte und Texte an erster Stelle. Sowohl Google als auch andere Suchmaschinen bevorzugen Websites, die laufend mit neuem Content bespielt werden. Regelmäßige Recherche, Texten und SEO-Optimierung sind natürlich zeitaufwendig. Aus diesem Grund wird von manchen Website-Betreibern Content Spinning betrieben, um bestehende Inhalte zu recyceln.

3. Automatisiertes Text Spinning mit Software-Tools

Beim automatisierten Text Spinning werden SEO-Texte mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) automatisch verfasst. Bei dieser Art Content Spinning werden einzelne Wortbestandteile durch Synonyme ersetzt oder ein neuer Satzbau formuliert. Die KI greift bei der Erstellung der Texte auf Datenbanken und vorhandene Texte im Web zurück. Dadurch können einzelne Begriffe gegen andere ausgetauscht oder inhaltlich anders wiedergegeben werden.

 

Aktuelle KI-Tools wie ChatGPT basierten auf Machine Learning, also der Möglichkeit, sich selbst weiterzuentwickeln und zu verbessern. Mitte 2022 war es noch möglich, Texte mit KI-Tools umzuschreiben, sodass du damit auf Suchmaschinen gute Rankings erzielt hast. Mittlerweile haben die Suchmaschinen aber nachgezogen und erkennen KI-generierte Texte immer besser. Mit diesen Texten noch gute Rankings zu erzielen, ist relativ schwer geworden.

4. Article Spinning und Urheberrecht

Beim KI-basierten Content Spinning werden Ideen oftmals nicht in deren Inhalt verändert, sondern lediglich einzelne Wörter ausgetauscht. Somit ähnelt der Text dem Original, was rechtlich problematisch ist. Beim Text Spinning kann es daher schneller zu einer Kopie geistigen Eigentums kommen als gedacht und bei Nachweis einer Urheberrechtsverletzung rechtliche Konsequenzen mit sich ziehen.

5. Warum ist Text Spinning schlecht für SEO?

War es früher noch möglich, durch Content Spinning auf den vorderen Plätzen von Suchergebnisseiten zu ranken, ist das heute eher unrealistisch. Ein umgeschriebener Content kann von Suchmaschinen aufgrund verbesserter Algorithmen erkannt und somit als blockierter Inhalt ausgegeben werden. Dadurch werden deine Inhalte nicht mehr auffindbar, wodurch sich auch deine Rankings verschlechtern.

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Article Spinning zählt aus SEO-Sicht zu den manipulativen Black-Hat-Techniken. Google und Co. sind mittlerweile in der Lage, umgeschriebene Artikel mit demselben Inhalt gut zu erkennen. Gespinnte Texte werden in der Regel als Duplicate Content erkannt und aus Suchergebnissen ausgeschlossen.

 

Zusätzlich fällt es Websitebesuchern auf, wenn mehrere Artikel dasselbe Thema behandeln. Der geringe Informationsgehalt resultiert dann in höheren Absprungraten und geringerer Verweildauer. Das wirkt sich negativ auf deine Rankings aus, da Google diese Usersignale bei der Vergabe der Rankings berücksichtigt. Somit zahlt sich Article Spinning heute nicht mehr aus.

6. Zusammenfassung

Article Spinning sieht auf den ersten Blick nach einem cleveren Weg aus, um bestehende Texte zeitsparend zu recyceln. Ohne neue Inhalte und Sichtweisen wird ein umgeschriebener Artikel von Suchmaschinen jedoch schnell als geklonter Text erkannt und schafft es heute kaum noch in die Suchergebnisse. Wer fremde Texte mithilfe von Text Spinning kopiert, riskiert dazu sogar noch eine Urheberrechtsklage. Daher rentiert sich Article Spinning für SEO nicht.

Autor

Gründer und Eigentümer, Head of Paid Ads

Thomas ist Gründer und Eigentümer von Webwings. Er optimiert Google Ads und LinkedIn Ads Kampagnen für B2B-Produkte seit 2010. Mehr über Thomas.

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