Click Through Rate (CTR)
Die Click Through Rate ist eine Kennzahl im Online Marketing, die in % aussagt, wie oft ein Inhalt (z.B. eine Online Anzeige) von verschiedenen Nutzern geklickt wurde. Dabei werden die Klicks durch die Anzahl der User (Impressionen) dividiert, die den Inhalt gesehen haben. Wird etwa ein Werbebanner 100 mal angezeigt und zwei mal geklickt, ergibt das eine Klickrate von 2%.
Inhalte
1. Was ist die Click Through Rate?
Die Click Through Rate ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Online-Marketing. Sie setzt sich zusammen aus den Impressionen (wie oft deine Anzeige ausgespielt wird) und den Klicks (wie oft auf die Werbeanzeige geklickt wurde). Die Berechnung sieht daher so aus:
Click Through Rate in % = Klicks / Impressionen * 100
In den meisten Analysetools (Google Ads, Meta Business Suite, etc.) wird dir die Klickrate als eigene KPI angezeigt. Üblicherweise werden dabei mehrere Klicks von demselben User als einzelner Klick gewertet, um die Aussagekraft der Kennzahl sicherzustellen.
Click Through Rate in % = Klicks / Impressionen * 100
In den meisten Analysetools (Google Ads, Meta Business Suite, etc.) wird dir die Klickrate als eigene KPI angezeigt. Üblicherweise werden dabei mehrere Klicks von demselben User als einzelner Klick gewertet, um die Aussagekraft der Kennzahl sicherzustellen.
2. Wo wird die Click Through Rate gemessen?
Die Klickrate kann überall dort gemessen werden, wo eine Ausspielung von Inhalt stattfindet, und ein Klick gewünscht ist.
- Klickrate bei Online Ads: Bei Online Ads hilft dir die Click Through Rate zu messen, wie attraktiv deine Anzeige für die User ist. Das funktioniert bei Social Ads genauso wie bei Google Ads. Auch wenn du nur für den Klick bezahlst und nicht für die Impression, sollte deine Werbeanzeige relevant und ansprechend für die User sein. Ansonsten werden die Werbeplattformen deine Anzeigen weniger oft ausspielen.
- Klickrate bei organischen Suchergebnissen: Die Klickrate zeigt dir, wie sehr deine Meta-Description (der Text, der bei den Google Suchergebnissen angezeigt wird) die User überzeugt.
- Klickrate im E-Mail-Marketing: Bei Newslettern bezieht sich das Click Through Rate auf das Klicken auf einen Link im Newsletter. Wie viele Personen den Newsletter öffnen und demnach die Betreffzeile interessant finden, wird nicht mit der Klickrate, sondern mit der Open Rate gemessen.
3. Was sagt die Klickrate aus?
Die Klickrate sagt aus, wie relevant und ansprechend deine Werbeanzeige oder dein Text in der organischen Google-Suche für die User ist. Dadurch hilft sie dir einzuschätzen, ob die Anzeige das Interesse der User weckt oder Optimierungsbedarf hat.
Was die Klickrate nicht aussagt, ist, wie erfolgreich deine Werbekampagne im Gesamten ist. Denn wenn die User auf den gewünschten Link geklickt haben und deine Landingpage besuchen, ist das Ziel meist noch nicht erreicht. Wenn sie gleich wieder abspringen und keine Interaktion erfolgt, war zwar deine Werbeanzeige erfolgreich, aber die Landingpage hat nicht überzeugt. Daher solltest du dir neben der Click Through Rate auch immer die Conversion Rate ansehen.
Was die Klickrate nicht aussagt, ist, wie erfolgreich deine Werbekampagne im Gesamten ist. Denn wenn die User auf den gewünschten Link geklickt haben und deine Landingpage besuchen, ist das Ziel meist noch nicht erreicht. Wenn sie gleich wieder abspringen und keine Interaktion erfolgt, war zwar deine Werbeanzeige erfolgreich, aber die Landingpage hat nicht überzeugt. Daher solltest du dir neben der Click Through Rate auch immer die Conversion Rate ansehen.
4. Wie wirkt sich eine hohe oder niedrige Klickrate aus?
Eine hohe Klickrate bedeutet, dass deine Marketingbotschaft für deine Zielgruppe relevant und interessant ist. Damit generierst du Traffic für deine Website. Zusätzlich wird die Werbeplattform, die du nutzt, deine Anzeige öfter ausspielen. Google Ads, Meta Ads und Co. möchten für ihre Nutzer ja nur relevanten und hochwertigen Content ausspielen. So bleiben die Nutzer der eigenen Plattform zufrieden und es werden mehr Werbeumsätze generiert.
Eine niedrige Klickrate zeigt dir, dass deine Werbeanzeige für deine Zielgruppe nicht interessant ist. Das sieht auch die jeweilige Werbeplattform und spielt deine Anzeige weniger oft aus. Dann werden besser performende Ads von anderen Werbetreibenden bevorzugt, die Google, Facebook, LinkedIn und Co. mehr Werbeeinnahmen bringen.
Als SEO-Faktor ist eine niedrige Klickrate umstritten. Viele SEO-Experten gehen jedoch davon aus, dass eine niedrige Click Through Rate das Ranking teilweise verschlechtert. Jedes Suchergebnis, das nicht geklickt wird, teilt Google mit: Für dieses Keyword war diese Seite nicht das beste Suchergebnis. Wenn das häufiger passiert als bei den anderen Suchergebnissen, ist es nur logisch, dass der Algorithmus die Seite abwerten wird. Google möchte seinen Nutzern ja nur die bestmöglichen Inhalte anzeigen.
Als SEO-Faktor ist eine niedrige Klickrate umstritten. Viele SEO-Experten gehen jedoch davon aus, dass eine niedrige Click Through Rate das Ranking teilweise verschlechtert. Jedes Suchergebnis, das nicht geklickt wird, teilt Google mit: Für dieses Keyword war diese Seite nicht das beste Suchergebnis. Wenn das häufiger passiert als bei den anderen Suchergebnissen, ist es nur logisch, dass der Algorithmus die Seite abwerten wird. Google möchte seinen Nutzern ja nur die bestmöglichen Inhalte anzeigen.
5. Benchmarks für Click Through Rates
Klickraten variieren stark nach Branche und Angebot. Hier sind einige grobe Werte für eine gute Klickrate zur Orientierung:
Werbeplattform | Klickrate |
---|---|
Google Ads Textanzeigen | 4% Durchschnitt, 8% gut, 12+% extrem gut (über alle Branchen) |
Google Displayanzeigen | 0,45% (0,1 bis 1,0) |
Facebook Ads | 1% |
LinkedIn Ads | 0,2% , 1% = gut, 2% = extrem gut |
Organische Suchergebnisse auf Google | Je nach Ranking, Platz 1 = 35%, Platz 10 = 1,5% |
Email-Marketing | 2-3% |
Eine „gute“ Klickrate kann von diesen Werten abhängig von der Branche, in der du tätig bist, stark abweichen. Hier sind ein paar Beispiele von durchschnittlichen Click-Through-Rates auf Google Ads nach Industrie:
Branche | Klickrate, Durchschnitt |
---|---|
B2B | 5,17 % |
E-commerce | 5,50 % |
Automotive | 5,65 % |
Finanzwesen & Versicherung | 5,7 % |
Karriere | 5,93 % |
Gesundheit & Fitness | 6,15 % |
Restaurants & Essen | 7,6 % |
Immobilien | 8,55 % |
Sport & Erholung | 8,82 % |
Reisebranche | 9,19 % |
Kunst & Entertainment | 11,43 % |
6. Welche Faktoren beeinflussen die Click Through Rate?
Die Klickrate ergibt sich aus verschiedenen Faktoren wie den verwendeten Inhalten (Text, Bilder, Videos), wo der Inhalt ausgespielt wird und dem Call-to-Action. Sehen wir uns diese Elemente genauer an:
Targeting (Keywords, Zielgruppen)
Deine Werbeanzeigen werden einer bestimmten Zielgruppe ausgespielt. Diese definierst du über das sog. Targeting anhand der Keywords, die deine Kunden suchen, oder über ihre Interessen und ihr Nutzerverhalten. Das Targeting ist einer der stärksten Einflussfaktoren für die Klickrate. Nur wenn du die richtigen Personen mit deiner Werbebotschaft ansprichst, wirst du auch Klicks generieren.
Anzeigentext / Meta-Texte (Text, der als Suchergebnis aufscheint)
Nach der Eingabe des Keywords, wird dem User deine Anzeige oder deine Seite in den Suchergebnissen ausgespielt. Nicht umsonst engagieren viele Firmen professionelle Werbetexter: Der Text ist ein wichtiger Faktor, ob der User klickt.
Text
Dein Text muss klar kommunizieren, warum dein Produkt oder Service für deinen Kunden relevant ist. Welche Probleme löst dein Angebot? Bekommt der Kunde gratis wertvolle Infos (Webinar, Blog, Ratgeber)? Ist dein Content besonders witzig oder unterhaltsam? Wenn dir das gelingt, bekommst du entsprechend viele Klicks.
Bilder und Videos
Viele Anzeigenformate und teilweise auch die Suchergebnisse auf Google erlauben zusätzlich zum Text den Einsatz von Bildern und Videos. Beides generiert Aufmerksamkeit und vermittelt Botschaften in Sekundenbruchteilen. Gerade wo Werbung den User in seiner Tätigkeit unterbricht (z.B. im Social Feed), sind Bilder und Videos notwendig, damit deine Anzeige wahrgenommen wird. Je nach Werbekanal und Zielgruppe wirken unterschiedliche Formate mehr oder weniger gut. Was am besten für deine Click Through Rate wirkt, findest du nur über Tests raus.
Call-to-Action
Ein CTA (Call-to-Action = Handlungsaufforderung) animiert die User dazu, eine eindeutige Aktion zu tätigen. „Jetzt Webinarplatz buchen“ oder „Whitepaper herunterladen“ sind Beispiele dafür. Für eine hohe Klickrate muss dein CTA klar verständlich und relevant für deine potenziellen Kunden sein.
Sieh‘ dir zur Optimierung der Klickrate in der Google Suche auch die Suchergebnisse deiner Konkurrenz an. Wodurch unterscheiden sich die Texte des Mitbewerbs von deinem? Nutzen sie viele Sonderzeichen? Sind ihre Texte kreativ und ansprechend? Oder technisch und hochprofessionell? Je nach Branche und Zielgruppe können „gute“ Texte vollkommen unterschiedlich aussehen. Schlussendlich zählt nur, ob sie die User zum Klicken animieren.
Pdf-Guides für bessere Klickraten
- Tipps für präziseres Targeting
- Relevante Anzeigeninhalte erstellen
- Inkl. Benchmarks für Klickraten
7. So kannst du die Klickrate deiner Online Ads verbessern
Bei einer niedrigen Klickrate solltest du zunächst die zuvor genannten Faktoren (Keywords, Texte, Medien, CTA) überprüfen. Wie du hier am besten vorgehst und welche weiteren Optimierungsmöglichkeiten du hast, haben wir für dich aufgelistet:
Targeting
Die richtige Zielgruppe ist das A und O der Werbeanzeigen. Dein Werbetext kann perfekt optimiert sein – wenn du nicht die richtigen Personen ansprichst, wird nicht geklickt. Je nach Werbeplattform basiert das Targeting auf Keywords, Interessen der User, demografische Daten und dem Userverhalten (z.B. User, die bereits ein Video von deinem Unternehmen gesehen haben).
Keywords
Teste beim Keyword-Targeting verschiedene Begriffe. Benutze generische Begriffe („laufschuh“, „hr software“), um Aufmerksamkeit und Reichweite zu generieren. Setze spezifische längere Keywords ein („laufschuh damen kaufen“, „beste hr software lohnverrechnung“), um Klicks von Kunden zu bekommen, die kurz vor der Kaufentscheidung stehen.
Texte
Beginne Anzeigentexte immer mit einem „Hook“: Der Titel muss die Aufmerksamkeit der User erregen, sonst scrollen sie sofort weiter. Die Vorteile, die der User durch das Klicken der Anzeige erhält (z.B. Zugang zu einem attraktiven Produkt), sollten in deinem Text klar hervorstechen.
CTA
Deine Anzeige muss eine klare Handlungsaufforderung haben. Beispiele dafür sind: Jetzt bestellen, Gutschein einlösen, Sichere dir diesen Rabatt, Jetzt anfragen. Hebe – wenn möglich – den CTA visuell hervor.
Bilder
Bilder, die Personen enthalten, erzeugen mehr Aufmerksamkeit. Die Personen sollten zur Zielgruppe passen (der „Persona“ entsprechen). Möchtest du ein hippes, jugendliches Produkt bewerben, wären Senioren am Bild nicht die richtige Personengruppe für die Bewerbung. Bei Ads auf Meta (Facebook) und LinkedIn performen Anzeigen am besten, die natürlich wirken und auf den ersten Blick wie ein organischer Post aussehen.
Videos
Die ersten drei Sekunden sind der wichtigste Part deines Videos. In diesen müssen bereits die entscheidenden Infos übermittelt werden: Benefit, Produkt, Marke. Bei Meta (Facebook) solltest du darauf achten, dass die Videos möglichst „native“ wie ein organischer Post wirken.
URL
Unterschätze die URL nicht. Darin kannst du nämlich für die User relevante Kewords unterbringen. Achte darauf, dass sie auch nicht zu lange ist und der Pfad nachvollziehbar ist.
8. So kannst du die Click Through Rate für deine Suchergebnisse auf Google optimieren
Die Click Through Rate für organische Suchergebnisse auf Google hängt von anderen Faktoren ab wie bei Online Ads. Hier sind die wichtigsten Einflussfaktoren für die Klickrate in der Google-Suche:
Ranking
Wenn deine Seite nicht hoch genug rankt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die User zuerst die obersten Seiten klicken und dort bereits fündig werden.
Das Layout deines Suchergebnis-Texts
Ein Suchergebnis auf Google besteht aus einer Überschrift (Title), einem Beschreibungstext (Meta Description) und dem Link zu deiner Website. Abhängig von der Suchanfrage und deinem Ranking zeigt Google auch Bilder, Videos, und Google Maps Einträge an. Alle diese Elemente müssen optimiert seine, damit deine Klickrate möglichst hoch ist.
Suchabsicht
Die Suchabsicht der User muss zu deinem Content passen. Wer nach einem „Reifenwechsel sucht“, dem ist vermutlich mit einem Online Shop zur Bestellung von Reifen allein nicht geholfen. Du musst also verstehen, welche Erwartungen hinter welchem Suchbegriff stehen.
Strukturierte Daten
Du kannst bestimmte Infos zu deinem Unternehmen auf deiner Website speziell für Google hervorheben. Dazu gehören Adresse, Kontaktdaten und Google-Bewertungen. Dadurch wird dein Suchergebnis auf Google um diese Infos erweitert und nimmt mehr Platz ein. Das wirkt sich positiv auf deine Klickrate aus.
Sieh‘ dir zur Optimierung der Klickrate in der Google Suche auch die Suchergebnisse deiner Konkurrenz an. Wodurch unterscheiden sich die Texte des Mitbewerbs von deinem? Nutzen sie viele Sonderzeichen? Sind ihre Texte kreativ und ansprechend? Oder technisch und hochprofessionell? Je nach Branche und Zielgruppe können „gute“ Texte vollkommen unterschiedlich aussehen. Schlussendlich zählt nur, ob sie die User zum Klicken animieren.
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Autor
Gründer und Eigentümer, Head of Paid Ads
Thomas ist Gründer und Eigentümer von Webwings. Er optimiert Google Ads und LinkedIn Ads Kampagnen für B2B-Produkte seit 2010. Mehr über Thomas.
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